Bald beginnt endlich die neue Saison der deutschen Bundesliga. Nach dem erneuten Sommermärchen der DFB-Elf in Südafrika erhofft sich ganz Deutschland eine Fortsetzung in ihrer Liga, die sich langsam an die Spitze Europas ranarbeitet. Und mittendrin heuer so viele Österreicher wie noch nie. In den letzten 2 Jahren hat bei unseren Lieblingsnachbarn eine wahre Invasion stattgefunden. Die Ähnlichkeit des Spielstils (Taktische Disziplin, Körperbetontes Spiel) auf ungleich höherem Niveau und natürlich die sprachliche und emotionale Nähe bewirken, dass die deutsche Bundesliga zur Destination #1 für unsere Top-Kicker wird. In der Folge gibt es als Vorschau auf die neue Saison eine Vorstellung aller Legionäre und deren Chancen abgestuft in Kategorien Leistungsträger – Stammspieler – Bankdrücker (Joker) – Tribünenbewunderer.
ALPENLÄNDISCHE FUSSBALLKUNST aka “DIE LEISTUNGSTRÄGER”
Christian Fuchs (FSV Mainz 05)
Steckbrief
Alter: 24
Position: Aussenverteidiger (links)
Bisherige Vereine: SC Wiener Neustadt, SV Mattersburg, Vfl Bochum
Christian Fuchs sammelte beim Vfl Bochum über 2 Saisonen Bundesligaerfahrung und machte insbesondere als Freistoßspezialist von sich reden. Fuchs ist mit einem gesunden Selbstvertrauen ausgestattet, welches ihm auch im letzten Spiel der Nationalmannschaft gegen die Schweiz die Kapitänsbinde einbrachte. Obwohl beim SV Mattersburg über Jahre im linken Mittelfeld eingesetzt – und dort auch in den Blickpunkt gerückt – wird Fuchs nunmehr fast ausschliesslich als Linksverteidiger berücksichtigt.
Die Aussichten: Christian Fuchs hat das Talent und den Willen, sich in Mainz in der Viererkette durchzusetzen und auch zu einem wichtigen Bestandteil der Truppe von Thomas Tuchel zu werden. Als seine Stärken sind Kampfkraft, Laufbereitschaft und die Freistoßtechnik hervorzuheben. Schwächen besitzt Fuchs in der technischen Ballbehandlung und dem Stellungsspiel als Linksverteidiger, da er oftmals zu grossen Offensivdrang verspürt.
Emanuel Pogatetz (Hannover 96)
Steckbrief
Alter: 27
Position: Innenverteidiger
Bisherige Vereine: FC Kärnten, Bayer Leverkusen, FC Aarau, Grazer AK, Spartak Moskau, FC Middlesbrough
Emanuel Pogatetz ist am ehesten durch seinen Spitznamen zu charakterisieren: Mad Dog. In Österreich wird er auch gerne als “Eisenschädl” bezeichnet. Pogatetz ist ein Verteidiger der knochenharten Sorte der selten vor einem Tackling zurückschreckt und auch schon mal Verletzungen der Gegner in Kauf nimmt. Für ein Foul am Russen Jaroslav Kharitonskij wurde er 2005 für 24 Spiele gesperrt (sie wurde dann in Berufung auf 8 Spiele reduziert). Pogatetz stand bereits ab 2001 für vier Jahre bei Bayer Leverkusen unter Vertrag, wurde jedoch nur in der Amateurmannschaft eingesetzt und danach nach Aarau, zum Grazer AK und zur Spartak Moskau verliehen. Sein Stern ging auf der Insel beim FC Middlesbrough auf, wo er in der Abstiegssaison 2008/2009 auch die Kapitänsbinde trug. Die letzte Saison war er fast durchwegs verletzt und startet nun in Hannover einen Neustart.
Die Aussichten: Mit dem Kapitänsamt in der Premier League auf der Visitenkarte sollte Emanuel Pogatetz auch in Hannover recht bald zum Stamm der Mannschaft werden. Sowohl auf als auch Abseits des Platzes steht er seinen Mann – und wurde deswegen (öffentl. Kritik am Taktiktraining) auch von Trainer Josef Hickersberger für 2 Jahre aus dem Nationalteam befördert. Nach einer üblichen Eingewöhnungsphase sollte er die Innenverteidigung der Niedersachsen stabilisieren.
Andreas Ibertsberger (TSG 1899 Hoffenheim)
Steckbrief
Alter: 28
Position: Aussenverteidiger
Bisherige Vereine: Austria Salzburg, SC Freiburg
Andi Ibertsberger ist kein Neuling in der deutschen Bundesliga. Seit fünf Jahren kickt der Salzburger bereits im Südwesten des Landes. Beim Retortenklub Hoffenheim war er Mann der ersten Stunde in der Bundesliga und hatte die letzten Jahre seinen Stammplatz – vorwiegend auf der linken Abwehrseite. Für heuer wird ihm ein Positionskampf mit Christian Eichner prophezeit – der Liebling von Mäzen Dietmar Hopp. Zur Not könnte Ibertsberger auch auf die rechte Seite wechseln, die er auch im Nationalteam bekleidete.
Die Aussichten: Ibertsberger gilt als einer der Lieblingsspieler von Trainer Ralf Rangnick – aufgrunddessen sollte er auch in dieser Saison wieder zum Stamm der Mannschaft gehören. Er gilt als ruhiger, schnörkelloser Arbeiter der seine Aufgaben erledigt und keine Ansprüche stellt.
to be continued . . .